Mercedes 220 Se/b

Andreas Eisemann beim Lackieren

Vorwort

Der Mercedes (auch genannt die große Flosse/Heckflosse) wurde in die Schweiz ausgeliefert und dort von einem Arzt bis 2001 gefahren. Dann verkaufte dieser den Wagen zu meinem Vorgänger nach Bad Schussenried. Dieser fuhr den Wagen bis 2005, als ich die Flosse dann erwarb. Sie war in einem sehr guten Zustand. Bedingt durch die lange Zeit in der Schweiz. Da ist ein Mercedes noch was Besonderes und wird nicht täglich  bewegt. Ein weiterer Pluspunkt sind die Wechselkennzeichen.

Urzustand

Einziger Nachteil an der Flosse war, mein Vorgänger hat die Flosse außen in einem anderen Farbton lackiert.

Ich schaute also an einem fußballfreien Samstag die Heckflosse in Bad-Schussenried an und kaufte sie schließlich. Die Heimfahrt war für den Wagen kein Problem.

Zuhause angekommen machte ich mir erst mal ein Bild von dem Wagen und schnell stand mein Entschluss fest. Dieser schöne Mercedes wird komplett restauriert!

Karosserie

Und so begann ich ein paar Tage später die Flosse zu zerlegen.  Bis nur noch die Rohkarosse übrig war. Diese wurde dann sandgestrahlt.  Es kamen dann einige Sachen zum Vorschein. Es wurden unter anderem dann die Schweller erneuert, die Radhäuser vorne und der Querträger, das untere Heckblech, beide Radläufe hinten sowie die Radhäuser innen. Soweit möglich immer mit originalen Mercedes Benz Ersatzteilen. Auch die vorderen Kotflügel wurden neu drauf gemacht.

Lackierung

Nach den Schweiß- und Richtarbeiten folgte die Lackierung. Die Karosserie wurde mit einer EP-Grund grundiert. Danach kam ein Füller und dann die Farbe. Ich entschloß mich für eine 2-Schichtlackierung. Das heißt nach dem Basislack ( Farbgebend ) folgt noch die Klarlackschicht. Das verbessert den Glanzgrad und schützt den Lack .Die Flosse bekam selbstverständlich wieder den originalen Farbton.

Motor/Technik

Den Motor und das Getriebe ließ ich überholen. Die Achsteile wurden eisgestrahlt und lackiert.  Spurstangen, Traggelenke, Gummis, Anschlagpuffer, Stoßdämpfer, und vieles mehr wurden dabei erneuert. Alle Verschleißteile wie Bremsen, Auspuff, Reife wurden auch erneuert.

Innenausstattung

Auch der Innenraum bekam seine Frischzellenkur. Alle Holzleisten wurden geschliffen und neu lackiert. Der Himmel kam wie der Teppich neu. Das Armaturenbrett und die Verkleidungen an der B-Säule wurden neu mit Leder überzogen. Und die Sitze wurden mit dem originalen Stoff neu bezogen.

Fertiges Fahrzeug

Und als ich mit meinen Mitarbeiter die Oldtimer Messe Retro-Klassik in Stuttgart besuchte, fand ich an einem Stand noch neue originale Chromstosstangen für vorne und hinten. Diese musste ich natürlich haben. Und so liefen alle Mitarbeiter mit diversen Chromteilen über die Messe.